ich nehme mir

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ich nehme mir
die freiheit der luft
zum atmen

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meine wohnung

das ist er schlüssel
zu meiner türe
er liegt in deiner hand

das ist mein spiegel
lächeln befiehlt er
ich schaue ernst

das ist mein kleiner berberteppich
weitgereist
trägt er die wüste in sich

das ist mein fenster
davor sitzt ein sperling der
meine möwe ist

das ist mein bett
es erwartet mich
mit träumen aus glas

und das bist du
mein einer und alles



heraus mit der sprache

ich will nicht so recht heraus
mit der sprache
und auch das habe ich nur geklaut
von einem der
ständig worte erbricht
obwohl er behauptet
dass er nicht so recht heraus will
mit der sprache
die voll erblühten ROSEN
schreibe ich gern GROß

sie klein zu schreiben
würde ihrer schönheit nicht gerecht


die Hand

falls ich sehr alt werde
würde ich gern ein Foto machen
von meiner emsigen rechten Hand
würde gern voll Stolz zeigen
wie sie noch den Stift halten
immer noch schreiben will
die verknotete alte Hand                       
eifrig dabei
immer noch

ich füchte
es wird dieses Foto nie geben
weil sie jetzt schon
verlernt hat zu schreiben
diese Hand in den besten Jahren
will nicht mehr
schludert nur noch
Unleserliches dahin
aufs geduldige Papier