entscheidung
am anfang waren
du und ich
ich und du
wir beide teilten uns
einen apfel
du und ich wir
teilten uns ein leben
teilten uns ein leben
teilten uns eine wohnung
gaben uns ein wort
das wort zerfiel
obwohl es nur
aus einer silbe bestand
in zwei teile
wir kehrten dem paradies
den rücken
und gingen unsrer wege
jeder für sich
der Tisch des Herrn
auch ich habe
deinen Tisch verlassen
nach langer Zeit
- so wie Mr. Cohen -
ich stelle meine Füße
nicht mehr unter deinen Tisch
kann nun tun und lassen
was ich will
ohne dich zu fragen
ohne dir Rechenschaft
abzulegen
aber wer weiß
vielleicht gibt es einen Vertrag
zwischen dir und mir
den nur du kennst
der mich in deiner Nähe hält
- es gibt Wunder sagt man -
vielleicht
bist du ich und
ich bin du und
wir sind eins und
wir können nicht ohne
einander
deinen Tisch verlassen
nach langer Zeit
- so wie Mr. Cohen -
ich stelle meine Füße
nicht mehr unter deinen Tisch
kann nun tun und lassen
was ich will
ohne dich zu fragen
ohne dir Rechenschaft
abzulegen
aber wer weiß
vielleicht gibt es einen Vertrag
zwischen dir und mir
den nur du kennst
der mich in deiner Nähe hält
- es gibt Wunder sagt man -
vielleicht
bist du ich und
ich bin du und
wir sind eins und
wir können nicht ohne
einander
Mutter hat gesagt
Mutter hat gesagt
wenn ich sie nicht richtig
mag
dann wickeln sich meine
Prinzessinnenhaare
um den kahlen Winterast
und ich baumle im eisigen Wind
bis meine Füße ganz blau
gefroren sind
da habe ich sie
einen scharfen Moment lang
fast gezielt
gehasst
(angeregt durch ein Schnipselgedicht von Herta Müller)
wenn ich sie nicht richtig
mag
dann wickeln sich meine
Prinzessinnenhaare
um den kahlen Winterast
und ich baumle im eisigen Wind
bis meine Füße ganz blau
gefroren sind
da habe ich sie
einen scharfen Moment lang
fast gezielt
gehasst
(angeregt durch ein Schnipselgedicht von Herta Müller)
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| assemblage: steffen hahn |
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