am ende

. . . hütet dich
ein unsichtbarer zaun /
noli me tangere -
rühr mich nicht an /
das hier und  jetzt
und alle zeit der welt
ziehn als lautlose schatten
an deinem weißen bett
vorbei

am ende sind wir alle
gleich /allein

für H.

Kommentare:

Irmi hat gesagt…

Schöne, einfühlsame Worte.
Am Ende sind wir alle allein.
Liebe Abendgrüße sendet
Irmi

herbst.zeitlosen hat gesagt…

dankeschön, Irmi. Dir ein schönes Wochenende am Neckarstrand

Blumenfreund hat gesagt…

Besser hättest Du es nicht schreiben können, wie wahr. Uns allen kann es so gehe. Es macht mich nachdenklich, traurig. Hab ich Fehler gemacht???
Der Regen trommelt ans Fenster, trostlos und doch ist das Wasser der Quell des Lebens. Die Dunkelheit und das Licht, wie nahe sie beieinander liegen.
Vielleicht wird die Zeit wieder etwas gutmachen.

Liebe Grüße
Christine

Der Emil hat gesagt…

Das ist es, was ich hoffe: Daß ich am Ende nicht alleine bin ...

herbst.zeitlosen hat gesagt…

Es ist die Frage, ob das langsame Abtauchen aus dem äußeren Leben, das allmähliche Versinken in sich selbst, als schmerzvoll empfunden wird. Ich kann mir vorstellen, dass es auch eine Erleichterung sein kann, ein Loslassen. Vorausgesetzt, es geht ohne körperliche Schmerzen vor sich. Vorausgesetzt, man wird äußerlich gut begleitet, gepflegt, spürt im inneren Alleinsein noch die Nähe derer, die begleiten.
Ich weiß es nicht.

schreibtalk hat gesagt…

Ich meine, wenn es so weit ist (und ich habe viele gehen sehen, das macht das Älterwerden) zieht sich der Mensch aus dem Körper zurück, wird ruhig, still, geht schließlich.

Alleiner sind jene, die zurückbleiben.

Den "unsichtbaren Zaun" finde ich dafür wirklich trefflich!

Herzlich,
ELsa

Bernd Balder hat gesagt…

Sehr gefühlvoll, dein Text. Wer weiß schon, was am Ende sein wird ... Feine Gedanken dazu von dir.

LG
Bernd