Sakura

(S-Bahn zum Flughafen, 13. März 2011)

eine schwermütige Melodie
besingt die Pracht japanischer Kirschblüten
Töne von durchsichtiger Klarheit
umranken unsichtbare Schallmauern
unverzagt
pinseln ein filigranes Lächeln 
in mich und zaubern fifty Cent
in den verlebten Pappbecher
der jungen Sängerin

Kommentare:

Bernd Balder hat gesagt…

Sehr melancholisch, ohne kitschig zu werden: mir gefällt dieser Text sehr gut mit der Stimmung, die er rüberbringt. Es wird ein trauriges Hanami in diesem Jahr ...

LG
Bernd

Deepseadiver hat gesagt…

Viele Lieder wird man singen können, wenn diese Zeit erst hinter uns liegt.

- Von 50 Helden auf verlorenem Posten
- Von der Strafe Gottes und der Rache der Natur
- Von Kerzen, die man hierzulande anzündet für das gute Gewissen

Das Lied von der Kirschblüte scheint mir da noch am ehrlichsten zu sein; dein Lächeln ist ein schönes Zeichen der Anteilnahme - und reicht vollkommen aus.

Ich sehe dich lächeln.
Und lächle zurück.
Und Grüße dich...

schreibtalk hat gesagt…

Ganz ganz ganz schön!

Herzlich,
ELsa

Blumenfreund hat gesagt…

wir alle brauchen eine Kirschblüte und ganz besonders die Menschen in Japan, um für die Sekunden in der eine Blüte die Sinne erfreut, das unsagbare Leid zu verdrängen.

Viele Grüße
Christine